An einem der vergangenen heissen Sommerwochenenden machte sich eine kleinere Gruppe unseres Clubs auf in den Münchener Untergrund. Man möchte nicht glauben, welche herausragenden Locations sich unterhalb unserer Landeshauptstadt befinden. Kühl, dunkel und unheimlich präsentierte sich dieser Ort unweit von Schloss Nymphenburg. Die Studioblitzanlage hätte man sich sparen können, denn damit hätte man nur die faszinierende Lichtstimmung zerstört, die durch die zahlreichen Schächte entstanden ist. Eine grosse Herausforderung für die fünf Fotografen und ihre Kameras. Für unsere drei Models war es nicht minder anstrengend. Sie legten sich voll ins Zeug und klagten vereinzelt am nächsten Tag über Muskelkater. Ungewöhnliche Posen wurden von ihnen gefordert, professionell wurden sie geliefert. Nach vier Stunden in den Katakomben waren die Fotos im Kasten. Anfangs eine willkommene Abkühlung, auf Dauer eine unterschätzte Unterkühlung setzte allen zu. Es ist sehr schade, dass dieser höchst interessante Ort nun einer Tiefgarage weichen muss. Wir waren die letzte Gruppe von Fotografen, die diesen Ort so zu Gesicht bekommen haben. Ein weiteres Opfer für die Parkplatznot in einer Großstadt.

(Text Klaus Tutsch)

Am 06.06.2015 haben sich fünf unserer Clubmitglieder bei hochsommerlichen Temperaturen auf den Weg in die Oberpfalz gemacht um gemeinsam ein Experiment durchzuführen: ausschließlich mit genau einer Festbrennweite an der DSLR die Altstadt von Regensburg erkunden. Dabei kamen Objektive von 24mm bis 85mm zum Einsatz (24mm, 35mm, 2x50mm, 85mm). Ein 200mm Objektiv von Canon an einer Sony Systemkamera wurde als zusätzlicher Exot geduldet.

Schnell zeigte sich, dass man zum einen deutlich mehr nachdenken muss um das gewünschte Motiv einzufangen und zum anderen war deutlich mehr Bewegung erforderlich da „zoomen“ nur mit den Beinen möglich ist. Teilweise war die gewählte Brennweite auch vollkommen ungeeignet für das gewünschte Motiv. Aufgrund der deutlich über 30°C liegenden Temperaturen waren diverse „Tankstopps“ nötig, bei denen über künftige Touren und die Vorzüge der jeweiligen Kamerahersteller diskutiert wurde (wie immer äußerst sachlich).

Gegen 17.00 Uhr musste man den hohen Termperaturen seinen Tribut zollen und machte sich auf den Heimweg.

Am 01.05.2015 fand im Müllerbräu in Pfaffenhofen ein von Richard Kienberger geleiteter Fotoworkshop statt.

Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, welchen Transformationsprozess manche Ideen durchmachen. In diesem Fall entstand die Idee Ende letzten Jahres auf dem Pfaffenhofener Christkindlmarkt, wo wir uns auf eine Tasse Glühwein trafen. Einer aus der Runde machte den Vorschlag,  doch einmal eine gemeinsame Exkursion nach Venedig zu unternehmen. Aus der Idee wurde ein vager Plan, der wurde aufgrund diverser Probleme (Termine, Unterkunft etc.) immer wieder verändert, und am Ende wurde aus dem Plan wiederum etwas ganz anderes. Nämlich wie im Vorjahr ein Workshop in der Heimat. Wir wollten uns treffen, um gemeinsam zu fotografieren. Kerngedanke dabei war weniger die konkrete Erarbeitung von Wettbewerbsbildern, sondern vielmehr das „zusammen arbeiten“, um zu lernen und mit Equipment zu arbeiten, das nicht zwingend zur Standard-Ausrüstung von Amateurfotografen gehört. Anfänger in der Portraitfotografie und Fortgeschrittene setzten die vier Models Carina, Dana, Nika und Sabrina mit Kunstlicht und Available light in Szene. Ausgangspunkt der Arbeit waren nicht fertige Bilder im Kopf, sondern spontane Ideen, bei denen verschiedene Lichtsituationen ausprobiert und unter Anleitung immer wieder verändert wurden, um bei der Auswertung die unterschiedlichen Nuancen beziehungsweise Ergebnisse erkennen zu können.

An den Dezemberabend, an dem all das seinen Ausgangspunkt hatte, fühlte ich mich mehrmals erinnert: Erstens regnete es damals ebenso wie am 1. Mai aus Kübeln. Außerdem hatte ich für den Besuch des Weihnachtsmarkts mit den Fotofreunden ungefähr eine Stunde eingeplant – wir verplauderten uns dann drei Stunden lang. Weil die Location, die wir uns für den Workshop ausgewählt hatten – der historische Müllerbräu-Saal zwischen Hauptplatz und Kellerstraße – nicht gerade als Wärmestube durchgeht, rechnete ich diesmal nicht zuletzt wegen des Wetters grob mit gut zwei Stunden gemeinsamen Fotografierens – von wegen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren mit so viel Engagement, Kreativität und Spaß bei der Sache, dass die Models erst nach mehr als fünf Stunden wieder in die warmen Regenjacken schlüpfen konnten.

Es ist ja immer wieder eine schwierige Frage, wo man einen derartigen Workshop veranstalten kann. Passende, gute Locations sind einerseits rar und andererseits ist es oft problematisch, von den jeweiligen Eigentümern die Erlaubnis zum Fotografieren zu erhalten, noch dazu, wenn es um eine Gruppenveranstaltung geht. Daher ein großer Dank an Manuel und Fritz Müller, die uns das historische Gemäuer für diesen Tag überlassen haben.
Danke auch an das Model-Quartett für ihren professionellen Einsatz – und an die Teilnehmer/innen am Workshop, die hoffentlich den einen oder anderen Tipp mitbekommen haben, der ihnen dabei hilft, erfolgreiche Wettbewerbsfotos zu gestalten. Oder einfach nur tolle Bilder zu fotografieren.

Richard Kienberger

Einladung zur Fotoausstellung 20152015 präsentierten wir wieder einen Querschnitt unserer Fotografien in einer eigenen Fotoausstellung in Pfaffenhofen in der Städtischen Galerie Pfaffenhofen, Haus der Begegnung, Hauptplatz 47.

Berichterstattung über die Ausstellung:

Pfaffenhofen-Today (Ankündigung der Vernissage)
Hallertau.info (Ankündigung der Vernissage)
Hallertau.info (Eröffnung/Vernissage)

Bilder der Eröffnung/Vernissage sowie der Ausstellung:

 

Am Sonntag, den 15.03.2015, starteten wir in der Früh 8:30 Uhr zu fünft in einem Auto Richtung München. Das Ziel war der Botanische Garten München und die zu diesem Zeitpunkt stattfindende Sonderausstellung der Tropischen Schmetterlinge.
Dort angekommen führte unser Weg direkt in das umgerüstete Wasserpflanzenhaus, Haus 4 der Schaugewächshäuser, wo sich etwa 400 Schmetterlinge verschiedener Größen und Farben aus den verschiedensten Tropenregionen tummelten.
Beindruckt von der Schönheit der unterschiedlichen Schmetterlinge ging jeder Fotograf auf die Pirsch. Wir hatten Glück, dass wir so zeitig vor Ort waren, denn zum Mittag hin, füllte sich der Schmetterlingssaal zunehmend mit Besuchern.
Im Anschluss an diesen Ausflug kehrten wir noch in eine Wirtschaft ein und tauschten unsere Gedanken und Eindrücke aus. Ein rundum gelungener Ausflug.

(Text Anke Sander)